Blogging 101: How to create amazing blogposts

Blogging 101: How to create amazing blogposts

Hello!

In diesem Blogpost geht es um das Thema immer interessante Inhalte zu veröffentlichen.  Und was ich dabei in meinen Anfängen alles Lustiges falsch gemacht habe. Aber Hey, die ersten Schritte sind die Schwersten, nicht wahr?

Hier geht’s zum vorherigen Beitrag: Einen passenden Namen für deinen Blog finden.

Fehler Nr. 2: How to create amazing blogposts

Bevor es darum ging, welche Inhalte ich veröffentlichen möchte, musste ich mir die Frage stellen, in welcher Sprache der Blog geschrieben werden soll. Bei persönlichen Texten ist es in meinen Augen unausweichlich in der eigenen Muttersprache zu schreiben. Nur so kann man authentisch sein! Da ich aber nur themenbezogene Texte, also über Mode, schreiben wollte und meine ersten Fans meine Freundinnen in Holland waren, sah ich nur die Option in Englisch zu schreiben. Dass meine Texte dadurch unnahbar und oberflächlich sein würden, konnte ich ja nicht ändern.

Um meinen noch leeren Blog mit den ersten Inhalten zu füllen, plante ich einen Tag in Holland um Fotos von modischen Holländerinnen zu schiessen. Dafür fuhren wir nach Groningen und fragten Mädels und Paare auf der Strasse, ob ich sie fotografieren darf. Die meisten waren echt nett und konnten mit meiner Idee vom deutschen Modeblog auch etwas anfangen. So kam ich mit verschiedenen Fotos zurück. Eigentlich war es jeweils nur ein Foto der Person, denn mehr hatte ich mich dann doch nicht getraut. Ich dachte, ein Foto pro Beitrag wird schon reichen. Es soll ja auch nur den Stil einer Person kurz zeigen. So plante ich einen Beitrag pro Woche mit einem kurzen Text darüber, warum das Outfit der Person stylish ist. Mir fiel es mitunter schwer, überhaupt in Worte zu fassen, was ich an dem Outfit jetzt toll finden soll.

Ebenso plante ich mein erstes Fotoshooting in Hamburg. Ich fand meinen ersten Fotografen über einen Fotoworkshop, an dem ich teilnahm.

Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mal eine Serie mit Fotos für meinen Modeblog zu machen. Ein paar Stunden, vier Outfits, er bestimmt die Location und los geht’s. Die Outfits stellte ich nach dem Motto ‘Hauptsache auffallen’ zusammen. Ich wusste, man muss sich irgendwie abheben, wenn man auffallen will unter der Masse an Outfitbloggern. Ich fand die Idee plötzlich als Model vor einer fremden Kamera zu stehen auch noch etwas beunruhigend und wollte auf keinen Fall aufreizend sein. So zog ich zu einem Sommerkleid eine schwarze Strumpfhose an. Um noch einen Trenchcoat darüber zu ziehen. Kein Kommentar.

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Fehler Nr. 3: Die richtigen Kategorien wählen

Dieser Schritt ist einer der Wichtigsten ersten Schritte in den Anfängen eines Blogs. Man muss die Ausrichtung des Blogs festlegen und bestimmen welche Inhalte dort zu finden sein sollen. Ich fing mit den Streetstyles verschiedener Länder an (also Holland und Deutschland) und fügte eine Sparte Meine Looks zu. Die gängigen Kategorien in Mode- und Lifestyleblogs sind Mode/Outfits, Travel, Food und Living. Zumindest scheinen die größten und erfolgreichsten Blogs sich darauf geeinigt zu haben. Um die Kategorien wie bei einem Magazin mit Leben zu füllen und am Leben zu halten muss man demnach regelmäßig Travel Diaries schreiben, Rezepte nachmachen und fotografieren, Outfitposts planen und fotografieren, sowie interessante Inhalte recherchieren und aufschreiben. Was bei den Printmagazinen ganze Redaktionen von mehreren Leuten machen, soll man ab sofort alleine leisten.

Ich habe meine Kategorien mehrfach gewechselt, da ich erst beim Machen dahinter gekommen bin, wie schwer es sein würde der Ausrichtung des Blogs gerecht zu werden. Außerdem war ich kein begeisterter Schreiber über Food oder andere Themen, von den eigenen Fotografien mal ganz abgesehen.  Ich hatte den Anspruch an meinen Blog, dass alles perfekt und professionell aussehen muss, sonst wurde es wieder gelöscht. Fataler Fehler, denn meine Leser wussten zuletzt nicht mehr was sie auf meiner Seite finden konnten und was nicht – einer der größten Fehler, die Leser abschrecken. Auch kam es mir nicht in den Sinn  persönliche Texte zu schreiben. Viele Blogs leben davon, dass der Verfasser dem Leser sein Herz ausschüttet. Das weckt Sympathien und Identifikation. Ich wollte aber niemanden so nah an mich heran lassen. Somit blieb es beim oberflächlichen Posten von sehr schönen Fotos. Das bringt mich zum nächsten Kapitel:

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Über Blogbeiträge und Fotografen

Der Titel dieses Kapitels lautet so, da beide sehr eng miteinander verknüpft sind. Blogbeiträge der großen Modeblogs können über das jeweilige Outfit gehen, über Rezepte oder Shop-Tipps, also Empfehlungen von Hotels oder Läden. In jedem Fall stehen hochklassige Fotografien des Inhalts im Vordergrund. Blogs leben von atemberaubend schönen Fotos. Das haben die großen Blogger schon verstanden und so wirst du keine Schnappschüsse auf ihren Blogs finden. Sie können es sich leisten jeden Beitrag von einem professionellen Fotografen schießen zu lassen. Dazu kommt, dass sie selbst unheimlich viel in ihr Aussehen investieren.

Wer glaubt dass es Zufall ist, dass die größten zehn Modebloggerinnen auch alle Supermodels sein könnten, ist in meinen Augen naiv. Da wird die Figur auf Modelmaße(!)trainiert, das Make Up und die Haare perfekt gestylt und die Location des Shootings auf das Outfit (alle Farben passen ins Konzept) aufs Kleinste abgestimmt. Es wird absolut nichts dem Zufall überlassen und alle haben den Anspruch auf absolute Perfektion. Wer das nicht hat, braucht nicht mehr zu versuchen in die obere Liga zu kommen.

Als Normalo da mithalten zu können ist fast unmöglich. Ich habe mich am Anfang des Bloggens auch daran festgehalten, dass auch normale Menschen auf Fotos erscheinen dürfen und es ja eigentlich das Prinzip des Bloggens ist: Nahbare, echte Menschen, die dem Leser ein Produkt, also ein Kleidungsstück, präsentieren. Um zu zeigen: Schau, wir können das tragen also traut euch. Wenn man sich die Entwicklung von Blogs heute ansieht, merkt man allerdings schnell, dass von dem einzigen Prinzip nichts mehr übrig ist. Je schöner die Bloggerin, je schöner die Locations, je teurer das Outfit – desto erfolgreicher der Blog. Wie genau soll man als Normalo da noch mal mithalten? Mich hat die Hoffnung, dass ich dort eines Tages sein werde, vorangetrieben. Winzig kleine Erfolge haben mich angespornt.

Einer dieser Erfolge war, als ich eins meiner ersten Outfits bei Lauren Conrad eingereicht habe, weil ich ein Top aus ihrer Kollektion trug. Sie hat eine Kategorie mit dem Namen Chic of the Week auf ihrer Webseite, in der Bloggerinnen ihre Outfits hochladen können um dann auf der Seite zu erscheinen. Eine Woche später wurde ich zur Chic of the Week gekürt und mein Outfit auf ihrer Seite mit 20 tollen Kommentaren gelobt. Das fühlte sich toll an, schließlich hat da einer Redakteurin in Amerika mich aus dem kleinen Hamburg wahrgenommen. Außer dieser kleinen inneren Freude hatte ich davon weiter allerdings nichts.

Meine ersten Fotoshootings habe ich mit dem befreundeten Fotografen gemacht. Er ließ dann aber schnell durchklingen, dass er kaum Zeit hätte mir weiterhin zu helfen und auch Geld verdienen müsse. Verständlicherweise, dennoch konnte ich ihm ja keinen Lohn zahlen. Also ging ich auf die Suche nach einem neuen Fotografen. Und dann noch einen. Immer das gleiche Schema: Verabreden für ein Test-Shooting, Fotos erhalten, dann auf nimmer wieder sehen. Und Ausreden wie Keine Zeit mehr. Dabei hätten sie für Geld natürlich alle gearbeitet. Einen Fotografen zu finden, der gut war und Lust hatte mich regelmäßig auf lange Sicht zu shooten ohne Geld schien unmöglich. Und das war es auch.

Mein Höhepunkt war ein Fotograf in Lübeck zu dem ich extra eine Stunde angereist war um 2 Kleider zu shooten. Wir trafen uns, ich zog mich um, und er fragte mich, was denn nun der Plan sei. Ich kannte Lübeck überhaupt nicht und war davon ausgegangen dass er ein paar gute Locations kennt. Spontan sagte er nur: Dann machen wir halt hier vor Ort was und wir legten quasi auf der Stelle los. Dabei nörgelte er die ganze Zeit über schlechtes Licht und mein schwieriges Kleid. Zuletzt versuchte ich ein bisschen Smalltalk zu halten und fragte ihn was er sonst so fotografiert. „Professionelle Models“ war die Antwort. Als ich versuchte zu argumentieren, dass es sich ja um einen Blog handele und man mit normalen Menschen auch tolle Bilder machen kann, sah er mich an, lächelte schräg, sagte Ja und packte seine Tasche ein.

Die großen Modeblogs arbeiten mit festen Fotografen. Die werden auch ab und zu genannt, manchmal handelt es sich sogar um den Freund der Bloggerin. So kann man jede Woche ein Shooting planen und es umsetzen ohne viel Aufwand. Also wenn dein Freund nicht gerade professioneller Fotograf ist oder du das Geld schon hast, jemanden dafür zu bezahlen ist die Sache eigentlich schon gelaufen. Natürlich kannst du auch ab und zu eine tolle Fotostrecke posten, aber mithalten mit den großen Profis kannst du dann nicht.

Fazit: Deine Leser wollen dich kennenlernen oder etwas von dir lernen. Nur so kannst du interessante Blogbeiträge verfassen. Ob das Rezepte sind oder Fitness-Übungen oder eben persönliche Tagebucheinträge, das kannst nur du selbst bestimmen. Das Wichtigste Kriterium sind allerdings professionelle Fotos. Sich selbst als Supermodel und Redakteurin bei der Vogue wahrzunehmen, hilft enorm dabei zu verstehen, auf welches Niveau du dich selbst und deine Fotos und Texte heben musst, um Erfolg zu haben. Schau dir ab, was erfolgreiche Blogger posten. An dieses Niveau anzuknüpfen ist allerdings die hohe (unmögliche) Kunst.

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2 Comments

  1. ” Je schöner die Bloggerin, je schöner die Locations, je teurer das Outfit – desto erfolgreicher der Blog. Wie genau soll man als Normalo da noch mal mithalten? ”

    Da sagsts du was…mir persönlich ist es als Leser in den letzten Jahren mit der Zeit allmählich aufgefallen, dass die Blogs aufwendiger und “schöner” wurden und die ursprünglichen weniger “getunten” Blogs eher verschwinden. Muss zugeben, sie sind schön anzugucken, aber am liebsten habe ich doch echte “normale” Menschen hinter den Blogs und keine Models.

    Danke für den tollen Beitrag!

    Reply
    • Hallo Lisa!
      Danke für deinen Kommentar. Ich muss auch noch an den Artikel von Josie loves denken, als sie darüber schrieb, dass sie anfing ihren Instagram-Feed nach Farbe zu sortieren und nur noch Fotos macht, die in ihren Feed passen. Es ist alles so komplett durchgestylt. Aber die Konkurrenz belebt das Geschäft, und das mit einem Riesen-Tempo ;)

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