Blogging 101: How to use social media for your blog

Blogging 101: How to use social media for your blog

Hier geht’s zum vorherigen Post: Zum Namen passende Inhalte veröffentlichen.

Hallo ihr lieben, Heute geht es weiter mit meiner Serie Blogging 101. Heute dreht sich alles um die neuen ‘Freunde’ in unserem Alltag: Unsere Facebookfreunde! Warum die mir mitunter das Leben ganz schön schwer gemacht haben, lest ihr hier:

Fehler Nr.4: Deine Social Media Freunde sind jetzt deine Freunde. Oder auch nicht.

Die lieben Social Media. Tja, ohne die geht’s absolut nicht. Facebook und Instagram sind heutzutage die wichtigsten Instrumente um deine Fanbase aufzubauen und Leser deines Blogs zu finden. Ich fing mit Facebook an und richtete mir eine Facebookseite ein. Ich dachte mir, ich brauche ja nur einen Post machen, wenn ich einen neuen Beitrag auf dem Blog erstellt habe, denn ich will ja die Leser auf den Blog ziehen. Also so 3-4 mal die Woche etwas posten würde ja reichen. Ich hatte erste Likes auf meine Posts, aber das waren meine Freunde. Und es waren sehr Wenige bis Keine Likes. So fing ich an, bis ich an den Punkt kam, mal zu schauen was die anderen so machen. Und das war sehr frustrierend.

Ich sah, dass die großen Modebloggerinnen mehrmals am Tag posteten. Und dann waren es auch nur 2-3 mal Links auf ihren Blog mit einem neuen Artikel. Dazwischen waren es Selfies (jeden Tag mindestens 2) und Landschaftsaufnahmen und Essensaufnahmen. Immer im Wechsel jeden Tag. Die Krux: Es soll dem Leser so aussehen, als wenn die Bloggerinnen mit ihrem Smartphone durch einen Ort laufen und dabei diese Aufnahmen festhalten für ihre Leser. Unterhaltungsplattformen quasi noch neben dem eigentlichen Blog.

Wenn man genau hinsieht, sieht man allerdings, dass es professionell geschossene Fotos sind mit einer guten Kamera (ja, auch die vermeintlichen Selfies) und man dann ins Grübeln kommt, wie diese Fotos entstanden sein müssen. Sie werden doch wohl kaum jeden Tag mit ihrem Fotografen durch die Stadt laufen um alles Mögliche festzuhalten (nicht alles, nur Sonnenauf- und Untergänge, Essen, Kaffees und Outfitdetails, sowie die Bloggerin in ihrem Outfit über die Strasse laufend). Mein Fazit: Die Posts sind konkret im Voraus geplant und es macht nur den Anschein, als wenn das gerade gepostete Foto auch gerade gemacht wurde.

Die Fotos werden also im Voraus fotografiert und dann nacheinander in regelmäßigen Abständen auf Facebook und Instagram veröffentlicht. Aber: Wenn man 4-5 Fotos am Tag raushaut, wie viele muss man dann machen?

BW5D_2111

Ich machte das Selbstexperiment und postete einmal täglich ein schönes Foto aus einem vergangenen Shooting. Ich hatte pro Shooting immer so 10 schöne Aufnahmen vom Outfit und von mir und hatte vielleicht alle zwei Wochen ein Shooting. So konnte ich gerade so über zwei Wochen jeden Tag ein Foto posten. Die Vorstellung mich mit dem Stativ zuhause vor meine Kamera zu setzen und eine Menge Selfies zu produzieren widerstrebte mir. Ich dachte ein Selfie ist doch nur cool wenn man auch was erlebt und unterwegs ist. Außerdem fand ich mich nicht schön genug, um mein Gesicht so nah an die Kamera zu halten und mein Gesicht anschließend zu bearbeiten. Ich war mit der Aufgabe, jeden Tag ein tolles Selfie zu posten alleine. Da vergeht einem der Spaß daran sehr schnell.

Nachdem ich einen Fotomarathon hingelegt hatte zwei Wochen lang jeden Tag ein Foto postete und meine Likes dadurch auch sichtlich zunahmen, kam das nächste Problem: Mir gingen die Fotos aus. Diesen Prozess machte ich sehr oft durch und fand es über lange Zeit sehr frustrierend, kein Team zu haben. Keinen Fotografen, der mich begleitet, keine feste Visagistin, die mich auf Shootings begleitet. Ich fühlte mich alleine gelassen mit dem großen Leistungsdruck, den dieser tägliche Wahnsinn mit sich bringt.

Das fatale an der Sache ist: Es gibt keinen verlässlichen Erfolgsfaktor. Ein Foto zu posten und zu sehen, dass es sehr gut ankommt (das waren bei mir zwischen 20 und 30 Likes pro Foto) ist selten, denn schon am nächsten Tag können es wieder nur 5 Likes sein. Dann ist man noch abhängig davon, wann man postet, denn am Wochenende haben die meisten mehr Zeit zu gucken und zu liken, aber am Wochenende abends haben alle was vor und keine Zeit zu liken. Dazu kommt dass der Facebook Algorithmus populäre Seiten fördert und große Firmen die bei Facebook Anzeigen schalten, also Facebook dafür bezahlen gesehen zu werden, auch gepusht werden um in den Startfeed der Nutzer zu gelangen. Als kleiner Blogger ohne Werbebudget hat man quasi keine Chance bei Facebook wahrgenommen zu werden.

Der Trick: Man kann immer noch bei den Posts der großen Blogger Kommentare hinterlassen oder in diversen Facebookgruppen seine Inhalte teilen. Der Nachteil: Es sind schon 1000 andere Blogger vor dir auf diese Ideen gekommen und in den Gruppen wird soviel geteilt, dass dein Beitrag sofort ganz nach unten verdrängt wird. Und Kommentare mit Links sind unter Bloggern schon fast verhöhnt, weil es ja offensichtliche Werbung für die eigene Sache ist. Wer das nötig hat, kann ja gar nicht gut sein.

BW5D_2115

Fehler Nr. 5: Gib niemals Geld für Facebookanzeigen aus, wenn du kein Budget für Werbung aufgebaut hast

Einer meiner Social Media Fehler war jemals Geld an Facebook gezahlt zu haben. Es war natürlich nicht viel Geld, das hatte ich ja auch nicht, aber meine Fanbase hat stagniert und ich wollte wachsen und so habe ich mal probiert, was passiert wenn man 5 Euro an Facebook zahlt. Und siehe da ein paar mehr Likes kamen. Um aber wirklich was zu bewegen braucht man ein ordentliches Budget. Dafür ist die Konkurrenz einfach zu groß.

Ich hatte mal ein sehr interessantes Gespräch mit einem Fotografen in Hamburg. Es war ein Kennlern-gespräch, ob man mal zusammen shooten will. Er war professioneller Werbefotograf und hatte schon für große Modenamen in Hamburg gearbeitet. Ich hatte ihm von meinem Kampf um Reichweite und Likes berichtet. Sein sehr nützlicher Kommentar dazu lautete: Na, Fans oder Likes auf der Facebookseite bedeuten heutzutage gar nichts. Die kann man ja kaufen. Da nimmste einfach mal einen Tausender in die Hand und schon haste deine 10.000 Fans. Tja, das wir nicht zusammengefunden haben für ein Shooting war dann auch irgendwie klar..

Letztendlich scheiterte ich an der Tatsache, dass ich kein Budget hatte für einen Fotografen, der auf lange Sicht jede Woche Lust hatte mit mir Fotos zu machen (Er hätte seine Freizeit dafür aufgeben müssen zu einem gewissen Grad) und an der Tatsache, dass ich mitunter wirklich tolle Fotos veröffentlich hatte, sich aber keiner dafür zu interessieren zu schien. Ich wurde im echten Leben von meinen Schulfreundinnen und meiner Familie angesprochen, dass ich so wundervolle Fotos immer poste und dass ich ja so hübsch sei. Ganz toll. Aber nicht eine dieser Personen hat je ein Like oder einen Kommentar hinterlassen. Aber gesehen haben es alle.

Ich bin auch jemand, dessen engste Freunde nicht so viel mit den Social Media zu tun haben. Ich habe auf Facebook nur immer die jungen Mädels gesehen, die noch zur Schule gehen und deren Freunde alle auf Facebook sind und die ihr Profilfoto ändern und sofort über 100 Likes haben auf das Foto. Ohne Blog. Ohne Facebookseite. Sie waren nur sie selbst, nämlich hübsche, populäre Mädchen mit ranken, schlanken Körpern, deren Fanbase ihre gesamte Schulklasse war. Mittlerweile gibt es viele von ihnen mit eigenem Blog der Youtube-Channel und sie sind die Online-Phänomene, die ganz schnell nur mit Selfies auf Instagram plötzlich 10.000 Fans haben.

Fazit: Facebook ist nur eins der vielen Sozialen Medien, die sich selbst ständig verändern und deren Mitglieder sich mit verändern. Niemand weiß, ob es in ein paar Jahren noch populär ist, oder ob Snapchat und Youtube Facebook irgendwann ablösen.

Man muss sich an seinen Blog halten und interessante Inhalte veröffentlichen, dann kommen die Leser von alleine. Social Media sollte man nicht zu wichtig nehmen, denn selbst die großen Modeblogger haben nicht immer unbedingt viele Facebooklikes. Und trotzdem leben sie vom Bloggen. Ich werde das Posten nicht einstellen, aber den Druck etwas zu posten habe ich nicht mehr. Und das fühlt sich sehr gut an.

BW5D_2223

Share on Facebook2Pin on Pinterest1Google+0Email to someone

2 Comments

  1. Tja, die Social Media Portale……
    Glaube das die absolut Überbewertet werden, da fällt mir gerade der passende Spruch für ein, -Berühmt zu sein auf Facebook, ist genauso wie Reich zu sein bei Monopoly- ;-)
    Die meisten Aufträge ( meine persönliche Erfahrung ) bekommt man aus dem realen Leben und nicht aus FB, Instagram usw.
    Bin mir sicher das eines Tages die Firmen einen Kosten- Nutzen Plan erheben werden und dann einsehen das im großen und ganzen Facebook und eine Hand voll Unternehmen ( Selbstdarsteller ) Gewinne durch Social Media erzielen, sie aber selber nicht.
    Es ist halt so wie Du geschrieben hast, entweder pusht man den ganzen Tag und hat auch noch etwas Glück dabei, oder aber man kommt nie nach oben. Für mich persönlich finde ich dieses gepushte mehr als Affig, da ich eigentlich noch was von meinem Leben haben möchte. :-)

    Grüße Alex

    Reply
    • Hallo Alex,
      Danke für deinen Kommentar! Ja, das Fazit ist oft ernüchternd. Sehr viel Arbeit, die sich bei den meisten kaum lohnt. Ab und zu mal abschalten ist unheimlich wichtig! Das tue ich mittlerweile gottseidank auch. Und wer seine Sache liebt, bleibt auch dabei, egal wie viele Aufträge. Liebe Grüße, Anna

      Reply

Submit a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *