Turning 30 – Feeling Lost

Turning 30 – Feeling Lost

Photos by BusinessBach Photography

Hallo ihr lieben,

Heute schreibe ich Euch mal wieder einen Eintrag zum Thema Turning 30. Schließlich ist schon August, und der Januar rückt immer näher. Außerdem beschäftigt mich dieses Thema diese Woche wieder sehr. Denn ich habe Urlaub eingereicht und daran gedacht, dass ich eigentlich auch gerne zu meinem 30. weg fahren möchte. Eine Woche raus aus dem Winter und irgendwo die Seele baumeln lassen. Und ganz gemütlich 30 werden. Das klingt traumhaft. Und es soll auch gar nicht bedeuten, dass ich meinen Geburtstag nicht groß feiern will. Nur eben nicht mitten im Januar, kurz nach den Weihnachtsferien. Auch stelle ich es mir toll vor, ein Mädels-Brunch zu machen. Mit viel Dekorationen auf dem Tisch, wunderhübschen Cocktails und Cupcakes und vielen frischen Blumen. Aber dann gerne auf unserer Terrasse in der Sonne im Warmen. Sprich: Die Partyplanung wird erstmal verschoben und die Urlaubsplanung aufgewärmt. Aber dazu später.

Heute möchte ich euch mitteilen, wie es mir grade geht und was mich beschäftigt. Ich habe nämlich mal Texte und Artikel zum Thema recherchiert. Oftmals kommen dann Artikel über unsere Generation. Die Generation, die immer unzufrieden ist und es doch besser hat als alle anderen vor ihr. Dem kann ich nur teilweise zustimmen. Sicherlich machen sich gerade in der bequemen Alltagsroutine Gedanken von Freiheit und Abenteuer breit und man wird unzufrieden. Auch lebt uns das Internet jeden Tag vor, wie schön unser Leben sein könnte. Ist es aber nicht.

Ich würde mich nicht in die Schublade der Generation soundso einsortieren, sondern sehe eher, dass manche Menschen in meinem Alter diese Sorgen gar nicht zu haben scheinen. Komplett zufrieden, und kaum etwas hinterfragend, leben sie ihr (für mich) langweiliges Leben. Aber ich gehöre zu den Leuten, die grundsätzlich alles hinterfragen. Und die auch sehr sensibel auf ihre Selbstwahrnehmung und Wahrnehmung nach Außen reagieren. Ich habe die höchsten Erwartungen an mein Leben und an mich selbst, und sehe mich immer wieder daran scheitern. Vor allem vergleiche ich jede Situation, in der ich mich befinde mit der ursprünglichen Idee davon und mit meiner Rolle in der Welt. Das ist ungesund, das weiß ich auch. Aber sich davon frei machen scheint mir nicht möglich. Höchstens das Vergleichen etwas zu mildern eine Option.

Ich kenne mich ja mittlerweile und was für andere vielleicht beunruhigend scheint, ist für mich schon Alt-Bekanntes und völlig ok. Ich finde mich derzeit aber immer öfter in einer Stimmung der Unzufriedenheit wieder ohne es zu wollen. Das liegt wohl an der Übergangsphase, in der ich zu stecken scheine. Der Alltag dreht sich nur um den Job und die kleinen Hobbies, die man so hat. Wirklich aufregend ist das nicht. Wenn jemand sagt, das Leben besteht halt nicht nur aus Höhepunkten, dann versteht er mich nicht. Ich brauche nicht nur kreischende Höhepunkte, aber das Gefühl am Leben zu sein und das Beste draus zu machen. Hin und her gerissen zwischen Drang nach Abenteuer und Drang nach Sicherheit, verharre ich also erstmal in meiner Situation und hoffe auf eine Eingebung, oder darauf dass sich das ‘Problem’, welches ja eigentlich keines ist, von alleine löst.

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Wenn ich jetzt aus der Perspektive des ‘Sei doch mal zufrieden’ gucke, ist ja auch alles ganz gut und ich sollte dankbar sein, für alles was ich habe und gut. Aber mein Herz will mehr. Weil da ist noch so viel mehr. Das verstehen wohl nicht alle Menschen. Ich habe vor langer Zeit mal eine Berufsberatung gemacht und da wurde mein Persönlichkeitstyp dem des Künstlers eingestuft. Die Auswertung des ganzen prägt mich sehr und die mir zugeteilten Eigenschaften haben sich in mein Gedächtnis eingebrannt. So bin ich demnach jemand, der ständig die Verbesserung sucht. Ich lebe in der Zukunft sozusagen. Ich will mich und mein Leben ständig optimieren und zehre von der Freude auf was als Nächstes kommt. Gleichzeitig will ich etwas Bleibendes schaffen. Stillstand ist auf jeden Fall das Schlimmste. Ich brauche konkrete Ziele am Horizont, deren Umsetzung mich im heute erfüllt.

Nun ja, das Ganze ist mit 29 schwieriger geworden denn je. Ein Job braucht Beständigkeit, meine Miete auch. Erfolg kommt nicht über Nacht. Und so wartet man in seinem Job und träumt von der Freiheit, die man als junger Mensch noch hatte. Aber der Witz ist: Als junger Mensch auf der Suche nach mir selbst, sehnte ich mich vor allem zu einer Sache: Sicherheit. Und dem ‘Irgendwo-hingehören’. Ich weiß jetzt so gut wie noch nie, was ich machen möchte und was zu mir passt. Aber was ich mir wünsche muss auch mit der Realität vereinbar sein und da stoße ich regelmäßig an meine Grenzen. Und das ist frustrierend.

Ich kann mir vorstellen, dass sich diese Phase auch wieder mit einer ablöst, in der man sehr viel erlebt und verreist und dadurch auch wieder etwas ausgeglichener wird. Bis dahin, versuche ich mich zu entspannen und plane schon mal im Kleinen meinen B-Day-Trip und meine B-day-Party. Falls ihr Lust habt mitzuplanen, folgt meinem Pinterestboard hier.

Wie geht es Euch in Eurem Alter? Könnt Ihr meine Gedanken nachvollziehen? Ich freue mich auf Euer Feedback!

Love, Anma

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