Turning 30: The last year in your Twenties

Turning 30: The last year in your Twenties

Hallo ihr lieben,

Ich werde heute 29! Das ist auf den ersten Blick für mich eine sehr schöne Zahl. Denn sie bedeutet, dass das letzte Jahr in meinen Twenties anbricht. Das bedeutet auch, dass ich in genau einem Jahr 30 werde: Turning 30.

Ich bin an einem Punkt, wo sich meine Gedanken zum Leben drehen. Ich spüre diese Verwandlung in mir und manchmal bringt sie mich ganz schön durcheinander. Wie der Zufall es so will, hat vor ein paar Tagen die deutsche Bloggerin Anna Frost einen Artikel zum Thema 30 werden veröffentlicht, indem sie ihre persönliche Bucket List vorstellt. Ich bin definitiv kein Fan von Bucket Lists. Sie geben mir das Gefühl einer ToDo-Liste und setzen einen ganz schön unter Druck wie ich finde. Ich bin im letzten Jahr sehr viel gelassener geworden, was das sofortige Erreichen von Zielen angeht. Aber das war nicht immer so.

Ich fang zu meinem Geburtstag mit dem Thema Karriere an. Denn ich muss heute auch arbeiten. Wie ihr wisst, arbeite ich Vollzeit als Online-Redakteurin. Ich mag meinen Beruf, denn er verbindet Themen, die mich interessieren, mit dem Schreiben und Fotografieren. Meinen Job mache ich jetzt seit knapp 2 Jahren, aber zu Beginn meines Studiums wusste ich noch nicht wo die Reise hingeht.

Mit Anfang 20 machte ich einen Berufstest in einem Institut, bei dem alle Fähigkeiten getestet und ausgewertet werden. Das Ergebnis war: Persönlichkeitsprofil Künstlerin. Team-Player. Liebt die Selbstständigkeit. Ich hatte mich darin wiedergefunden. Das meine Eltern weniger begeistert waren, könnt ihr Euch denken, denn dieses Ergebnis versprach vor allem eins: Kein Geld. Keine Vorbildkarriere. Was mit Medien machen.

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Ich habe mich also für das Studium Kunst, Kultur und Medienwissenschaft entschieden. Das Wertvolle an diesen Jahren war, was ich in der Zeit gemacht habe in der ich nicht studiert habe. Ich war Herausgeberin des Magazins des Studentenkulturzentrums und bin voll in meiner Aufgabe als Fotografin und Chefredakteurin aufgegangen. Eine tolle Zeit, schließlich stellte die Uni das Budget. In Hamburg angekommen fand ich meinen Job als Online-Redakteurin und wusste: Das ist inhaltlich das Richtige. Neben meiner Arbeit wollte ich mein eigenes Magazin aufbauen, denn ich vermisste es, selber über alle Inhalte entscheiden zu können und etwas ‘mein Baby’ nennen zu können. The European Look entstand. Und ich muss sagen, in den knapp letzen 2 Jahren hat sich bei The European Look viel getan.

Was ich gelernt habe: Gut Ding will Weile haben. Manche Erfolge kommen nicht über Nacht. Man macht Fehler, steht wieder auf, fängt neu an und entwickelt neue Ideen. Es kostet am Ende die Zeit, die es eben gekostet hat. Oft betitelt mit dem Ausspruch: man war eben noch nicht so weit. Schließlich kann man was das Bloggen betrifft auch verbissen und betriebsblind werden. Denn der Erfolg der vielen Super-Blogger ist einem vor Auge geführt, sobald man sein Handy in die Hand nimmt.

Aber was macht es nun mit mir 30 zu werden? Man hat sicher die klassischen Ziele vor Augen, wie verheiratet sein, Mutter des ersten Kindes und im gut bezahlten Traumjob angekommen. Tja, Bloggerin Anna Frost hat dies alles vor 30 geschafft, daher kann sie ganz entspannt einen Artikel zum Thema 30 werden verfassen. Ich hingegen, werde diese Ziele wohl alle nicht vor 30 erreichen. Obwohl die Wörter Ziele und Erreichen hier auch schon wieder falsch platziert sind.

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Wir schaffen uns unsere eigenen Ziele im Leben. Und wenn sie bei uns etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen als bei anderen, ist das alles andere als schlimm. Trotzdem kann man sich von den Gefühlen vielleicht versagt zu haben, nicht gut genug zu sein, die falschen Entscheidungen getroffen zu haben, nicht ganz frei machen. Ab und zu schleichen sie sich an und wollen mir mein wunderbares Leben madig machen. Ich lasse das zu weiten Teilen nicht mehr zu. Aber auch das konnte ich vor ein paar Jahren noch nicht. Da war der Druck dies und jenes endlich zu schaffen noch viel viel größer.

Meine Freunde werden demnächst auch 30, aber keine von ihnen ist verlobt oder schwanger. Auch nicht alle sind in ihrem absoluten Traumjob angekommen. Immer wenn ich sie treffe, geht es mir besser, denn vorher mache ich mir Sorgen, wer jetzt mit der nächsten großen Ankündigung um die Ecke kommt. Hinterher war gar nichts, und wir haben uns aneinander gefreut, weil das Nicht-Vorhandensein dieser großen Themen uns derzeit vereint.

Ich finde ich kann gut in einem Jahr 30 werden. Ich freue mich schon auf die Party. Ich arbeite in einer wundervollen Branche, und kann mich privat als Redakteurin bei The European Look und als Fotografin auf annamariakoy.com kreativ ausleben. Ich habe noch viele Ideen, wie ich die beiden Webseiten erweitern will. Um Kolumnen wie diese. Und um kreative Produkte. Und die Shootings (als Model und als Fotografin) machen mir enorm viel Spaß. Ich fühle mich beruflich fast angekommen und ich möchte in meinem derzeitigen Leben nicht viel ändern. Vielleicht kommt diese Gelassenheit mit der Tatsache, dass man die 30 doch nicht von sich fern halten kann und mit dem Fokus auf die schönen Dinge im Leben. Ich tue wirklich nur noch das, was ich gerne tue.

Falls ihr auch auf die 30 zusteuert und Bucket Lists liebt, könnt ihr auf fafine.de die Bucket List von Anna Frost nachlesen.  Bis zum nächsten Mal!

Love, Anma

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Photos by Patrick Hargens

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